Reallabore

Was ist ein Reallabor? Video: KIT

Experimente für eine lebenswerte Stadt

Wir möchten die These wagen, dass sich die Stadt Berlin in ihrer vielfältigen Projektlandschaft und durch ihre unterschiedlichen Akteurskonstellationen im Sinne der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der urbanen Transformation als Reallabor interpretieren lässt. In dieser gelebten und erfahrbaren „Laborsituation“ möchte die StadtManufaktur eine Nähe zwischen der Technischen Universität Berlin als Forschungs- und Bildungsinstitution und der Stadt bzw. Stadtgesellschaft Berlin herstellen. Wir möchten den Transfer von Forschungs- und Entwicklungsbedarfen und -ergebnissen katalysieren und weiter entwickeln – mit Blick auf eine lebenswerte Stadt und die Entwicklung einer transformativen Wissenschaft. 
Es gibt Zeitfenster für Transformation, die sich öffnen und schließen können. Sowohl die Stadt Berlin in ihrer derzeitigen Entwicklungsphase als auch die Technische Universität Berlin als Institution einer transformativen Wissenschaft / als Akteurin einer Forschung mit der Gesellschaft öffnen diese Zeitfenster für Transformation.

REALLABORE

Diese Chance möchten wir nutzen, um 
die Vielfalt der Akteur*innen innerhalb der TU Berlin, ihre thematischen  Besonderheiten und Cluster darzustellen.
ein Dach oder auch eine Schnittstelle für geteilte Diskurse, d.h. Diskurse zwischen Bildung, Forschung und Stadtgesellschaft auszubilden. 
Forschungs- und Entwicklungsbedarfe, Forschungs- und  Entwicklungsergebnisse und z.T. auch Bildung und Ausbildung transdisziplinär, als lebhaften Diskurs zwischen Universität und Stadt zu gestalten.
Langfristigkeit in der Bearbeitung von Projekten, Langfristigkeit in der Ansprache von Akteuren und Langfristigkeit im Diskurs über Transformation zu erreichen. 
die Genese und Kommunikation von Transformationswissen zu stärken und zur Umsetzung von Transformationsstrategien beizutragen. 
Im Fokus der StadtManufaktur Berlin stehen in diesem Sinne: Szenarien und Diskurse für urbane Transformation, Räume und Allianzen der Transformation sowie Prozesse des Experimentierens als gesellschaftliche Strategie.

Klimatische resilienz

Thematische Zugänge: #NachhaltigeErnährung #FoodPlanetHealth #UrbaneTransformation

Räumliche Zugänge:
#Campus #temporäreurbaneBrachen #Innenhof-Settings

Methodische Zugänge:
#Analog #Workshop #digital #Homepage

+ Website Go-Sustainable +

GO-Sustainable Berlin

Mobile Hochbeete mit integrierter Wurmkiste

Nachhaltige Ernährung kann nur gelingen, wenn eine Veränderung im Essalltag und eine Steigerung der Wertschätzung von Lebensmitteln erfolgt. Transdisziplinäre Zusammenarbeit aller Essenden in unterschiedlichen gesellschaftlichen Settings ist dazu erforderlich.
Gärtnern und Kochen verbinden Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft und Kulturen. Somit ist das Anbauen eigener Lebensmittel sowie die Verarbeitung zu leckeren Speisen eine Herangehensweise für die Reallaborforschung und die urbane Transformation hin zu einer „Nachhaltigen Ernährung“.
In jedem Haushalt fallen organische Reste an, die durch Kompostierung in den planetaren Nährstoffkreislauf zurückgegeben werden können. Sie eignen sich als Input für die eigene Lebensmittelproduktion. In urbanen Räumen ist der für das Gärtnern in Gärten vorhandene Raum ein knappes Gut. Mobile Hochbeete mit einer integrierten Wurmkiste stellen eine Alternative dar, da sie auch auf versiegelten Flächen flexibel genutzt sowie an bspw. temporäre städtische Brachen oder Innenhöfe angepasst werden können.
Im Projekt GO-Sustainable Berlin wird nachhaltiges Handeln durch die Verbindung der Themen Gärtnern und Lebensmittelkreislauf praxisnah erlebbar. Ökologische, gesundheitliche, soziale, ökonomische und kulturelle Aspekte werden aufgezeigt; Teilnehmer*innen erwerben Handlungskompetenzen. Dadurch werden die Berliner*innen dazu befähigt, Prosument*innen und Umsetzer*innen der sozial-ökologischen Transformation zu werden. So tragen sie zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele bei und gestalten ihren (Ess-)Alltag nachhaltig.

#1 : Outdoor-Duschanlage der Beach61 mit mobiler Duschwasseraufbereitung, hier Visualisierung der Wasserbox. Foto & Grafik: Grit Bürgow, Tim Nebert 

#2 : Visualisierung der Vertikalfarm-Module zur VorOrt-Produktion und zum Direktverzehr von Salaten und Kräutern, bewässert mit aufbereitetem Duschwasser. Foto & Grafik: Grit Bürgow, Tim Nebert 

Thematische Zugänge: #Wasserinfrastruktur #ProduktiveStadt #CircularCity #Farming #Ökosystemleistungen

Räumliche Zugänge:
#Freiräume #Mobil #Modular

Partner / Allianzen: + Grün Berlin + Himmelbeet + Terra Urbana GmbH + TU Berlin +

Go for Real!

Mobile blau-grüne Infrastruktur realisiert die zirkuläre Stadt.

Urbane Gärten und Parks sind wichtig für das Stadtklima, die Biodiversität und die Lebensqualität der Menschen, die in Städten leben. Wie können die Leistungen, die sie erbringen, erfasst und in stadtpolitischen Abwägungsentscheidungen einbezogen werden, damit das urbane Flächenmanagement nachhaltiger wird? 
Im Projekt GartenLeistungen erfassen Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit Praxisakteur*innen in Reallaboren und mit Hilfe von Befragungsstudien die vielfältigen Leistungen von Gärten und Parks für die Stadtgesellschaft und leiten daraus Handlungsempfehlungen für Städte und zivilgesellschaftliche Akteur*innen ab.(https://www.gartenleistungen.de, 04.05.2020)
Öffentliche Parks und gemeinschaftliche Orte und Gärten wie etwa die BEACH 61-Anlage im Berliner Gleisdreieckpark dienen als „Blaupause“ für die mobile Übertragbarkeit und flexible, gestalterische Einbindung technischer Modulsets zum kombinierten Wasser-, Farm- und Biodiversitätsmanagement.
Wie können Regen- oder Duschwässer partizipativ und produktiv nutzbar gemacht werden? Wie, wie viel und in welcher Qualität kann daraus essbares Grün, biologische Vielfalt und ein angenehmes Stadtklima re-produziert werden? Und wie können die mobilen blau-grünen Infrastrukturen sowohl Prototypen als auch Katalysatoren für eine zirkuläre und klimagerechte Stadtentwicklung sein?
Fragen der gestalterisch-technischen Machbarkeit, von Betrieb und Pflege bis hin zur Kartierung blau-grüner Ökosystemleistungen werden im Rahmen der interdisziplinären, praxisorientierten Lehre an der TU Berlin und als lebendiger Reallaborprozess durch HandsOn-Aktionen, Anwender*innen- und Mitmach-Workshops partizipativ beforscht.
Dabei greifen wir auch auf die Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen über gebäudeintegriertes Farming von Fischen und Pflanzen aus dem Projekt Roof Water-Farm zurück. (https://www.gartenleistungen.de/reallabore/mobile-blau-grüne-infrastruktur/, 04.05.2020)

Ideenskizze für das Reallabor © Kluge und Nehls

Thematische Zugänge: #WassersensitiveStadt #Energiewende #OpenData

Räumliche Zugänge:
#Gebäude #Quartier #Campus Charlottenburg

Partner: + TU Berlin (FG Ökohydrologie) – Dr. Thomas Nehls, Dr. Björn Kluge, Prof. Dr. Eva Paton + Rietschel Institut – Dr. Stefan Brandt + Zentrum Technik und Gesellschaft – Dr. Gabriele Wendorf + Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, Umwelt- und Naturschutzamt – Dr. Ulrich Heink +

Klima-Energie-Wasser

@ Campus Charlottenburg

Das Reallabor Klima-Energie-Wasser dient zur Demonstration von baulichen Maßnahmen im Gebäudebestand im Kontext der wassersensitiven Stadt und der Energiewende. Die dafür notwendigen baulichen Maßnahmen und ihre synergetischen Kopplungen sollen beispielhaft an der Wasserbauhalle der TU Berlin umgesetzt, untersucht und unabhängig bewertet werden. Es ist ein zentrales Anliegen, die Ergebnisse des Langzeitmonitorings allen Besucher*innen online und direkt vor Ort zu präsentieren. 
Über die Funktion als Lern- und Lehrlabor hinaus können hier Stadtverwaltung, Immobilienwirtschaft, interessierte Fachöffentlichkeit und auch Laien vor Ort erfahren, wie sich Bestandsgebäude und auch Quartiere klimawirksam transformieren lassen: Durch den Einsatz von Photovoltaik auf Dach-, Fassaden- und Fensterflächen wird Energie regenerativ lokal im Bestand erzeugt und der Nettoenergiebedarf des Gebäudes reduziert sich. Die Wasserbewirtschaftung des Gebäudes ist nachhaltig. Niederschlagswasser wird aktiv lokal bewirtschaftet und nicht in die Kanalisation abgeleitet, Schmutzfrachten der urbanen Fließgewässer werden somit reduziert. Fassadenbegrünung und  technische Systeme am Gebäude ermöglichen die Speicherung und Nutzung von Niederschlagswasser und dessen Nutzung als Brauch- und Kühlwasser. Die dafür notwendigen Speicher- und Bewässerungssysteme, wie z.B. Pumpen, Ventile, Steuerungselektronik und Sensorik werden durch die Photovoltaik am Gebäude regenerativ versorgt. Gebäudebeschattung und Transpirationskühlung durch Vegetation und Regenwasserbewirtschaftung erhöhen die  klimatische Resilienz, reduzierter Kühl- und Heizbedarf führt zur CO2-Einsparung. Am Gebäude und im Quartier entstehen wertvolle Habitate, zur Erhöhung und Wertschätzung von Biodiversität wird dadurch beigetragen. Bei Konzeption und Einrichtung des Reallabors greifen wir auf Ergebnisse und Erfahrungen Forschungsvorhaben wie Vertical Green 2.0 und BlueGreenStreets zurück.

Gardens for Healthy Communities, Edgemere Farm, Queens, NY, 2012- 2014 Fotos: Dr. Carolin Mees
In Zusammenarbeit mit: NYC Bürgern, NYC Mayor‘s Office, NYC Parks Department

Thematische Zugänge: #Reallabor #Transformation #Gesellschaft

Räumliche Zugänge:
#StädtischeFreiräume #öffentlicheRäume #Gemeinschaftsgärten

Methodische Zugänge:
#Mapping #Feldforschung #PartiziptivesDesign

Kontakt: + TU Berlin (FG Landschaftsarchitektur) – Dr. Carolin Mees +

Urban Open Space +

Städtische Freiräume mit Add-Ons für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Das Projekt untersucht städtische Freiräume mit Add-ons für sozialen und kulturellen Ausdruck und die Produktion von Ressourcen wie Nahrungsmittel, Materialien und Energie. Dabei handelt es sich um spezifische, städtische Freiräume, die in ihrer Ausrichtung durch das Handeln und den Wissensinput seiner Nutzer mitbestimmt werden. Aus dieser Analyse werden Typologien der städtischen Freiräume mit Add-Ons für eine Strategie der Stadt- und Freiraumplanung in unterschiedlichen Maßstäben herauskristallisiert, die die Interessen verschiedener Akteur*innen aktiv miteinbezieht und die sich für ein sozial und nachhaltig zukünftige Stadtentwicklung einsetzen lässt. Im Reallabor werden dazu für einen städtischen Freiraum spezifische Add-ons über Interviews, Mapping und Feldforschung analysiert, wobei der Fokus zum einen auf der Micro-Perspektive der Nachbarschaft und zum anderen auf der Macro-Perspektive des gesamtstädtischen Raums bis zur suburbanen Region liegt. Für das Projekt werden mit den Nutzer*innen dieses städtischen Freiraums mit Add-Ons folgende drei Fragen analysiert: Welche Add-ons für sozialen und kulturellen Ausdruck und die Produktion von Ressourcen wie Nahrungsmittel, Materialien und Energie hat ein Urban Open Space? Welche Add-ons existieren im Kontext des Urban Open Spaces mit der Nachbarschaft und der suburbanen Region? Welche Add-ons fehlen und könnten zum Urban Open Space selbst und im Kontext zur Nachbarschaft und suburbanen Region hinzugefügt werden?
Aus der Analyse heraus wird festgestellt, welche Add-Ons für sozialen und kulturellen Ausdruck und die Produktion von Ressourcen wie Nahrungsmittel, Materialien und Energie in Antwort auf die aktuelle, spezifische Situation des untersuchten, städtischen Freiraums für einen nachhaltigere und soziale Stadtraumnutzung hinzugefügt werden könnten. Daraus wird ein Designprojekt formuliert, das dann in partizipativer Beteiligung der Nutzer*innen von den Studenten der TU Berlin bearbeitet, vorgestellt und zur Umsetzung zur Verfügung gestellt wird. Das Projekt ist Teil eines Forschungsprojekts von Dr. Carolin Mees, Alexander von Humboldt Stiftung Fellow 2020/2021 am Fachbereich Freiraumplanung, Landschaftsarchitektur der TU Berlin. Aus diesem Forschungsprojekt heraus, wird im Sommersemester 2020 festgestellt, welcher städtische Freiraum in Berlin für ein Reallabor in 2021 geeignet ist. Das Reallabor Berlin verspricht dabei eine Fortführung der Erfahrung von Dr. Carolin Mees, die diese Methodik und Arbeitsweise in New York City zwischen den Jahren 2012 bis 2014 in der Einrichtung und dem partizipativen Design und Planung von 13 neuen Gemeinschaftsgärten für das New Yorker Bürgermeister*innenamt und das Grünflächenamt unter der Design- und Koordinationsleitung erfolgreich umgesetzt hat (siehe Beispiel).

Zirkuläres wirtschaften

# 1, 2 : Gewölbe aus Pilzmaterialien
Foto: A. Anguelo

#3 : Unterteilung der Hülle in hexagonale Bauteile

Thematische Zugänge: #Bauweisen #ProduktiveStadt #CircularCity

Räumliche Zugänge: #Gebäude #ÖffentlicherRaum #Modular

Methodische Zugänge: #Co-Design

Kontakt: + TU Berlin (FG Fachgebiet Angewandte und Molekulare Mikrobiologie) – Prof. Vera Meyer + UdK Berlin (FG Digitales und Experimentelles Entwerfen) – Prof. Sven Pfeiffer +

MY-Co Place

The Architecture of Sustainable Growth

Unser Konzept stellt Pilze und Pilzmaterialien als aktive Agent*innen in das Zentrum einer Debatte um zukünftige Bau-als auch Lebensweisen des Menschen.
Die Besucher*innen werden in einer mit unterschiedlichen Aktionen bespielbaren Raumskulptur aus Pilzmaterialien, dem MY-CO PLACE, in unmittelbaren Kontakt mit der mikroskopisch kleinen, jedoch makroskopisch erfahrbaren Welt der Mykologie gebracht. 
MY-CO PLACE wird während der Ausstellungszeit als Lernstation und Ausstellungsraum genutzt. Zukünftiges Leben und Wohnen mit und durch Pilze kann somit erlebt, durchdacht und verstanden werden. 
Die Raumhüllen  bestehen aus Pilzmycel-Elementen, die mit Hilfe von digitalen, auf die Trageigenschaften von Pilzwerkstoffen abgestimmten,  Formfindungsprozessen designet werden.

Die Mycel-Elemente  werden mit Hilfe eines regional verfügbaren  Pilzes, dem Zunderschwamm Fomes fomentarius, und biotechnologischen Kultivierungsmethoden auf pflanzlichen Reststoffen aus der Berlin-Brandenburger Agrar-und Forstwirtschaft hergestellt. Der Kultivierungsprozess im Labor erlaubt die Herstellung von festen, stabilen jedoch sehr leichten Verbundwerkstoffen – ein Pilz-Pflanzenkompositentsteht. Sobald dieses Biomaterial genug Festigkeit erreicht hat, werden diese vor Ort zum MY-CO PLACE zusammen-gesetzt.  Die verzahnte Geometrie der Gesamtstruktur ermöglicht das Herausnehmen einzelner Elemente als Öffnungen.

energiewende

#1 : Eröffnung der temporären Gartenlounge auf der Mierendorff-INSEL 2018

#2 : Werbeflyer für die „Sommerflotte“ 2019

Thematische Zugänge: #NachhaltigeMobilität #Transformation #Gesellschaft

Räumliche Zugänge:
#Mierendorff-Insel #Berlin

Methodische Zugänge:
#Co-Creation #Experiment #quantitative+qualitativeBefragung

+ Website Neue Mobilität +

Neue Mobilität Berlin

Das Projektkonsortium NEUE MOBILITÄT BERLIN (NMB) erarbeitet seit 2016 konstruktive Antworten auf die Frage, wie wir als Stadtbewohner*innen zukünftig in unseren Kiezen unterwegs sein wollen. Als transdisziplinäres Forschungs- und Praxisprojekt versucht es, sowohl die vielen Facetten neuer Mobilitätsangebote als auch alternative Nutzungen des städtischen Parkplatzraums in der Bevölkerung bewusst und erfahrbar zu machen. 
Exemplarisch für Berlin erforscht NMB in Charlottenburg-Wilmersdorf, und dort vor allem auf der Mierendorff-INSEL, Mobilitätsbedürfnisse von Anwohner*innen und entwickelt gemeinsam mit diesen Lösungsansätze und Herangehensweisen. Das Team besteht aus dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO, dem Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG/TU Berlin), der insel-projekt.berlin UG und der BMW Group. Weitere Akteur*innen und Stakeholder wurden und werden einbezogen. Perspektivisch sollen die gewonnenen Erkenntnisse auf das gesamte Berliner Stadtgebiet skaliert werden.
Unter der Voraussetzung, dass lokale Akteur*innen – insbesondere Mitglieder der Zivilgesellschaft, der Politik und der Verwaltung – aktiv am Entwicklungsprozess teilnehmen, wurden bisher mehrere ortsbezogene Ansätze zur Förderung smarter und nachhaltigerer Formen lokaler Mobilität gemeinsam entwickelt: Dies waren z.B. Diskussionsformate mit unterschiedlichen Teilnehmergruppen, unterschiedliche Wege medialer Information und Kommunikation, die gemeinsame Erprobung neuer Mobilitätsformen, das temporäre Aufstellen und Bespielen eines Parklets, die Einrichtung temporärer Parkplätze für Carsharing-Fahrzeuge in Gebieten mit hohem Parkdruck und entsprechende geringer Carsharing-Verfügbarkeit, Netzwerkarbeit – und auch die „SOMMERFLOTTE“.
Ziel der Kampagne (DEINE) SOMMERFLOTTE ist es, die Wahrnehmbarkeit der in Berlin umfangreich vorhandenen Alternativen zum eigenen Auto zu verstärken und Impulse für multimodale Mobilität ohne eigenes Auto zu setzen. Denn trotz der intensiven medialen Aufmerksamkeit für Sharing-Mobilität befindet sich diese mit einem Marktanteil von bundesweit 2 % im Vergleich zum Privat-Pkw-Besitz bisher noch in einer Nische. Das Angebot in Berlin entwickelt sich stark dynamisch, doch konkurrieren hier aktuell zum Beispiel rund 4.000 Carsharing-Pkw mit 1,2 Millionen privaten Pkw. Ein Beleg dafür, dass viele mögliche Zielgruppen von den neuen Angeboten noch nicht erreicht wurden. 
Nach wie vor besitzen viele ganz selbstverständlich einen PKW, auch wenn er nur selten genutzt wird: Die meisten Pkw-Besitzer*innen in Berlin nutzen in ihrem Alltag schon heute andere Verkehrsmittel als das eigene Auto. Eine multimodale Mobilität ohne eigenes Auto wäre daher für viele kein großer Schritt mehr, wenn die Alternativen entsprechend attraktiv sind.

Die Fotos zeigen die  „Fahrrad-Oase“ der GEWOBAG AG (Wohnungsbaugesellschaft) in Berlin, die  von 160.000 Menschen genutzt werden kann und die  in Zusammenarbeit mit BICICLI in 2019 entstanden ist. Sie wurde in der Kategorie Infrastruktur mit dem Deutschen Fahrradpreis 2020 prämiert. Sie stellt nur einen Teil  des noch zu realisierenden Social Mobility Hubs dar. Credits: BICICLI

Thematische Zugänge: #Verkehrswende #BerlinerMobilitätsgesetz  #Co-Design

Räumliche Zugänge:
#Quartier #Straßenraum #Park #Bahnhof

+ Website BICICLI +

Kontakt:
BICICLI Holding GmbH
Martha Marisa Wanat
Geschäftsführende Gesellschafterin
martha.wanat@bicicli.de

Social MObility hub

Neue Mobilitätskonzepte für Berlins Kieze

Das Projekt beinhaltet die  Planung, Umsetzung und Auswertung eines „Social Mobility Hubs“ in einem städtischen Quartier: Es ist ein Ort, der sowohl die  Ausleihe von nachhaltigen und umweltfreundlichen Verkehrsmitteln ermöglicht, als auch ein Café  / einen Kiosk umfasst. Die Verbindung eines sozialen Gemeinschafts-Treffpunktes mit einer Ausleih-Station soll die  Lebens- und Aufenthaltsqualität in einem sich neu bildenden oder bereits bestehenden Kiez  erhöhen.
Sowohl (E-) Fahrräder, Lastenräder, als auch E- Scooter und qualitativ nachhaltige Tretroller bilden das Angebot. Das Ziel liegt darin, die  Flächen des Quartiers nicht mit Autostellplätzen, sondern mit grünen Durchgangswegen, Spielplätzen und Verweil- Oasen auszustatten – und mit einem dafür passenden und klugen Angebot an (Individual-) Mobilität.
Der Nutzer*innenkreis ist divers, aber geschlossen. Familien können ihre Kinder mit dem Lastenrad zur KiTa bringen, die  Kinder wiederrum können ohne größere Investitionen Fahrräder in ihrer Größe nutzen. Berufstätige können ihre Einkäufe schneller auf entsprechenden Transport-Rädern erledigen und Senioren auf E-Bikes umsteigen.
BICICLI übernimmt die  Lieferung der Verkehrsmittel, das Fuhrparkmanagement und den Werkstatt-Service, sowie die  Betreuung auch bei  IT-Support (Ausleih-App) als auch die  Auswahl und Instandsetzung der richtigen Parkierungsinfrastruktur. Finanziert wird das Angebot entweder von Wohnungsbauunternehmen / Eigentümer*innen selbst, durch eine marginale Umlage auf die  Wohnungsmiete oder eine tage-, wochen- oder monatsbezogene Ausleih-Gebühr.
Die Forschungsfrage lautet: Wie sollte ein nachhaltiges, umweltfreundliches, smartes und leicht zugängliches Mobilitätsangebot gestaltet sein – in Kiezen, die  sowohl Sozialwohnungen, als auch Familien-, Student*innen- und Senior*innenwohneinheiten umfassen? Und: Welche Auswirkungen hat ein solches Mobilitätskonzept auf die sozialen, gesundheitlichen und Umwelt- Faktoren bzw. wie  sehr beeinflussen und bedingen sich diese Faktoren gegenseitig?

#1 : Foto: Alexander Czeh/ EXPERI

#2 : Foto: Marlene Sattler/ EXPERI.

Thematische Zugänge: #Verkehrswende #BerlinerMobilitätsgesetz #Co-Design

Räumliche Zugänge:
#Verkehrsinfrastruktur

+ Website EXPERI+

Kontakt: + TU Berlin (FG  Arbeitslehre, Technik und Partizipation) – Dr. Sophia Becker, Dipl.-Psych. +

Experi

Die Verkehrswende als sozial-ökologisches Realexperiment

Das EXPERI-Projektteam erforscht, wie die sozial-ökologische Verkehrswende in Metropolregionen gelingen kann. Bisher sind Fuß- und Radverkehr im Vergleich zum Autoverkehr bei der Flächenverteilung des urbanen Raumes deutlich benachteiligt. Der steigende Handlungsdruck im Klimaschutz führt auch im Verkehrssektor zu einem Umdenken in Politik und Gesellschaft. Als erstes Bundesland hat das Land Berlin im Jahr 2018 ein Mobilitätsgesetz (MobG) beschlossen, das von der Zivilgesellschaft initiiert wurde. 
Das MobG soll die Mobilität der Berliner*innen sicherer, zuverlässiger und barrierefreier machen. Das MobG sieht einen massiven Ausbau der Fahrradinfrastruktur bei gleichzeitiger Stärkung des Fußverkehrs und des öffentlichen Verkehrs vor.
Das Berliner Verkehrswendeprojekt eröffnet außergewöhnliche Lern- und Möglichkeitsräume für die Nachhaltigkeitsforschung. Diese Chancen nutzt das interdisziplinäre EXPERI-Forschungsteam, um gemeinsam mit Partner*innen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft die Umsetzung der Berliner Verkehrswende zu unterstützen. Neben der prozessorientierten Perspektive auf die Verkehrswende als Transformationsprozess werden mediale Diskurse, Verhaltensänderungen, Partizipationsmöglichkeiten und Flächenverteilung bei der Veränderung von Verkehrsinfrastrukturen untersucht. Hierzu wird im Sinne der transformativen Forschung ein Realexperiment zu aktiver Mobilität in Berlin gemeinsam mit Praxispartner*innen entwickelt, umgesetzt und systematisch begleitend erforscht. EXPERI ist ein Kooperationsprojekt von der Technischen Universität Berlin, des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) Potsdam und dem DLR Institut für Verkehrsforschung Berlin. 
Gerade in der Corona-Krise ist die Förderung von aktiver Mobilität (Fußverkehr und Radverkehr) sehr wichtig, da sie ein geringer Ansteckungsrisiko hat, Alltagsbewegung ermöglicht und klimafreundlich ist. Wir schließen deshalb die neuen Pop-Up-Radinfrastrukturen in Berlin mit in unsere empirischen Untersuchungen ein.

Bild

#1 : Foto: Ost-West Fahrradstraße Schöneberg

Thematische Zugänge: #Reallabor #Transformation #Gesellschaft

Räumliche Zugänge:
#Faire Straßenraumaufteilung #Quartier #kinderfreundlicher öffentlicher Raum

Methodische Zugänge: #Mapping #Dokumentation #Bürger*innenbeteiligung,

Kontakt: + TU Berlin (Chair Sustainability Economics of Human Settlements) – Dr. Felix Creutzig. +

Mögliche Kooperationspartner: + Netzwerk fahrradfreundliches Tempelhof- Schöneberg +

Ost-West Fahrradstraße Schöneberg

Im Juni 2019 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, die wichtige Ost-West-Verbindung im Herzen des Stadtbezirks über Fritz-Elsas-Straße, Freiherr-vom-Stein-Straße, Belziger Straße, Erdmannstraße, Langenscheidtstraße und Monumentenstraße als Fahrradstraße auszubauen. Diese Verbindung ist die wichtigste Radverkehrsachse zwischen Kreuzberg und Schöneberg und Wilmersdorf. Bisher hat keine gestalterische Umsetzung stattgefunden; diese wird aber von Teilen der Zivilgesellschaft eingefordert. Unter anderem bemängelt etwa das Netzwerk Fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg, dass bestehender autofahrender Durchgangsverkehr, sowie eine Platzverteilung vor Allem zugunsten des parkenden Autoverkehrs den Radverkehr insbesondere für Kinder sehr unsicher macht. Das Netzwerk engagiert sich auch lokal, etwa mit Kunstaktionen und Kinderfesten auf der Langenscheidbrücke.
Ziel des Reallabors ist die bestehende Interaktion beteiligter Anwohner zu vertiefen, und mit wissenschaftlicher Begleitforschung sowohl Möglichkeitsräume anzubieten als auch eine gestalterische inklusive Umsetzung zu unterstützen.

Transformationswissen

#1: Video from Buenos Aires project ‚Diseñando Oportunidades Urbanas Juegos e Integración‘.

#2: Video from Rapid Planning (Kigali) project ‚Amazi n’ubutaka – Water and Soil, The Rapid Planning Entry Project in Kigali/Rwanda‘.

#3: Video from Rio de Janeiro project: COLLOC 2019 – Alumniworkshop in the self-organized occupation Solano Trindade, Duque de Caxias‘.

Thematische Zugänge: #methodological approaches # co-transfer of transformation knowledge

Räumliche Zugänge: #fragmented urban landscapes

Methodische Zugänge: #building = collaborative design processes
#common grounds = integrative and interactive knowledge production
#on the move= cotransferring lessons from Global South to Global North

Kontakt: + TU Berlin (FG Landscape Architecture.Open Space Planning) – Prof. Undine Giseke, Dr. Kathrin Wieck + SLU Swedish University of Agricultural Sciences (Department of Landscape Architecture,
Planning and Management) – Prof. Dr. Lisa Diedrich + UBA Universidad de Buenos Aires (Faculdad de Arquitectura Diseño e Urbanismo) – Prof. Dr. Flavio Janches +

Building common grounds on the move

From Global South to Berlin

Transformative science promotes the generation of change-oriented knowledge, as opposed to status-quo-supporting knowledge, assuming that change is indispensable to move towards more sustainable forms of inhabiting this planet. By definition this involves the integration of other than scientific forms of knowledge and throws up the question of how to raise it, where, with whom, how to make it visible and how to transfer lessons learnt to stimulate change? As landscape architects we are searching for methods on the very grounds we work with, the many fragmented urban landscapes subject to global challenges. We understand these landscapes as interactive spaces whose interwoven socio-natural processes can be made future-proof through stimulating design, to increase the quality of sustainable urban life.  Over the past years we have teamed up in various trans-disciplinary (TD) collaborations to trigger change through spatial ideas and interventions in places of extreme fragmentation in the Global South, namely in selected urban landscapes in Rio de Janeiro (Brazil), Buenos Aires (Argentina) and Kigali (Rwanda). The emerging methodological approaches have been tested with different strategies generating transformation potentials. What they have in common is that they materialized integrative knowledge in space and thus linked synergies between actors, infrastructures and nature processes for future scenarios, developments or practices. They prompt transfer to selected European areas slated for change, f.ex. in Berlin’s very centre where the North-west of Kreuzberg is considered one of the most fragmented districts of the metropolis. Integrative methods raised in our Global South ‘source landscapes’ can entice co- transfer to Global North ‘target landscapes’ so that common grounds can be built during that move, both linked on the concrete level of the selected locales and on the level of TD methodology and knowledge generation. Three movies, from each of our source landscapes, convey how an array of collaboratively and interactively developed projects have induced spatial and systemic change locally while also catering for contributions to fill knowledge gaps in TD methodology.

BUILDING means engaging in collaborative research and acting by design processes

COMMON GROUNDS mean to generate integrative knowledge of different actors, spaces and systems as interactions of natural processes, human-made infrastructures, perceived realities, imagined futures

ON THE MOVE means gaining insight while co-transferring lessons from the Global South to the Global North

#1 : Das Repair Café als Ort co-creationaler Klimaforschung
Foto: kubus

#2 : Der Wissenschaftsladen kubus unterstützt als Intermediär co-creationale partizipative Forschung und Bürgerwissenschaften
Foto: kubus

Thematische Zugänge: #Klimawandel #CitizenScience #Co-Design

Räumliche Zugänge:
#Quartier #Park #Verkehrsinfrastruktur

+ Website Kubus +

Kontakt: TU Berlin (Kubus) – Dipl.-Ing. Gisela Prystav, Dipl.-Vw. Frank Becker 

Bürger*INNEN schaffen Klimawissen

Ein Beispiel co-creationaler Forschung

Im Reallabor Bürger*innen schaffen Klimawissen arbeiten Wissenschaftler*innen des Fachgebiets Klimatologie gemeinsam mit dem Wissenschaftsladen kubus der TU Berlin und der engagierten Zivilgesellschaft. Kubus unterstützt das Fachgebiet durch die Vermittlung und Kontakt zu zivilgesellschaftlichen Akteur*innengruppen, durch handwerkliche Expertise sowie Design und Umsetzung bürgerwissenschaftlicher Formate.
Wie werden urbane Klimahotspots ermittelt? Wie beeinflusst Luftfeuchte die Feinstaubbelastung? Die Qualität der Antworten auf diese Fragen ist entscheidend für wirkungsvolle Klimaanpassung in Berlin. Im Reallabor geht man der Frage nach, welche lebensweltlichen Fragen Bürger*innen im Zusammenhang mit Klimaveränderung beschäftigen und was aus ihrer Sicht wissenschaftlich untersucht werden sollte. Temperaturamplituden im Stadtraum sind für Bewohner*innen spürbar. Im Projekt werden daher am Beispiel des Bezirkes Pankow-Niederschönhausen auf, Temperaturamplituden im Kontext von Bebauung und Vegetationsstruktur untersucht. Mit wissenschaftlichen Messmethoden gehen Bürger*innen ihren gefühlten Temperaturunterschieden und subjektiven Eindrücken nach und unterstützen wissenschaftliche Hypothesen und Forschungsfragen. Die Bedeutung der Bepflanzung – insbesondere die Bedeutung großer Bäume– steht dabei im Mittelpunkt. Wissenschaftler*innen und Bürger*innen überprüfen und bauen ein engmaschiges Netz einfacher Messstationen in direkter Zusammenarbeit. Im Fokus stehen reale Erfahrungen alltäglichen Lebens, die Wirksamkeit und Erfahrbarkeit von klimatischer Veränderung. Wichtige städtische Klimamessdaten können ohne Zusammenwirken von Zivilgesellschaft und Wissenschaft nicht beschafft werden. Geografischer Ankerpunkt ist der Schlosspark Niederschönhausen. Im Repair Café experimentieren Bürger*innen mit verschiedenen Typen einfacher Messstationen, DIY entstehen weitere Gerätetypen. Im Schlosspark, in der benachbarten Kleingartenanlage und im direkten Wohnumfeld werden sie aufgehängt, Messdaten werden open-source online gestellt. Untersuchungsergebnisse werden im Bürger*innendialog kontrovers diskutiert: Ist der Klimawandel tatsächlich real? Was können wir, die Bürger*innen als Antwort auf klimatische Veränderungen in unserem Quartier praktisch tun – für ein angenehmeres Stadtklima in unserem Kiez? 
Diese im Reallabor gelebte Allianz urbaner Transformation verbindet Stadtgesellschaft und Universität und sie wird auch planerische Schwerpunktsetzungen beeinflussen.

Thematische Zugänge: #Reallabor #Transformation #CoCreation #Wellbeing 

Räumliche Zugänge:
#Campus #Quartier #SchnittstellenGrünräumen

Methodische Zugänge:
#Experiment #Intervention #Action #Mapping 

Erlebnis.Campus.

Gesundheit und Bewegung im städtischen Kontext 

Das Projekt Erlebnis. Campus. Gesundheit und Bewegung im städtischen Kontext handelt von studentischer Gesundheitsförderung im weitesten Sinne, unter Einbeziehung multifunktionaler Bewegungsmöglichkeiten und achtsamkeitsbezogener Natur- und Architekturerfahrung im öffentlichen Raum. Hauptaustragungsort ist der Campus der TU Berlin und das angrenzende Stadtquartier. Es ist ein interdisziplinäres und intergenerationelles Projekt. 
In diesem Zusammenhang soll das Thema ,Well-Being‘ -also Wohlbefinden- im Sinne der Okanagan Charta, einer Programmatik der internationalen Allianz von gesundheitsfördernden Hochschulen, näher definiert werden. 
Nach Aussagen der Okanagan-Charta umfasst ein gesundheitsförderndes Wohn-, Arbeits- und Studierumfeld gleichzeitig auch ein grünes, ökologisch hochwertiges und nachhaltiges Umfeld, in dem das einzelne Individuum sich als selbstwirksam und sinnstiftend erfahren kann und der soziale Zusammenhalt gestärkt wird. Was genau dies bedeutet und wie dies konkret umgesetzt werden kann, im Rahmen eines Verhaltens- und Verhältnispräventionsansatzes, muss noch näher untersucht und erforscht werden. Nicht zuletzt nach der Coronakrise wird ein interdependenter Zusammenhang zwischen Mensch und Umwelt, bei dem unterschiedliche Stresslevels eine wichtige Rolle spielen, immer deutlicher (Atlas der Globalisierung ). 
Ein Baustein des Projekts kann aus experimentellen und co-kreativen Beteiligungsformaten in Reallaboren bestehen. Es kann beispielhaft erkundet werden, welche Art fußläufiger oder auch fahrradtauglicher Bewegungspfade zwischen Campus und Umgebung bestehen, welche Qualitäten des Wohlbefindens sich dort vorfinden und wie diese als stressreduzierende Bewegungs- und Begegnungsorte genutzt werden können. 
Es könnten auch Formate untersucht werden, innerhalb denen Bewegung, Gesundheitsförderung und Suchtprävention im universitären und städtischen Kontext jenseits der Vorgaben des Präventionsgesetzes verstanden wird, z.B. als Naturerfahrung und kreative Betätigung, um einen wahrnehmungsbezogenen Zusammenhang zwischen der inneren geistigen, der physisch-sensuellen und der äußeren Erfahrungswelt abbilden zu können. 
Weiterführend ist die Fragestellung interessant, wie der Begriff des ,Wohlbefindens‘, in Erweiterung eines neuen Raumbegriffs verstanden werden kann, weg von einer rein anthropozentrisch orientierten Ausrichtung, hin zu mehr Empathie und Achtsamkeit (Ch. Eisenstein, 2017).  

AUTOR*INNENSCHAFT

+ Die Strategie für Reallabore wird entwickelt im strategischen Projekt Transdisziplinarität, Büro der Ersten Vizepräsidentin für Forschung, Berufungsstrategie und Transfer, Prof. Dr.-Ing. Christine Ahrendt + Dr.-Ing. Anja Steglich + Dr. Audrey Podann +